Bei Cloud Computing geht es im Kern darum, dass Sie ihre IT Infrastruktur nicht mehr selbst betreiben, sondern über das Internet bedarfsgerecht beziehen. Der amerikanische Autor Nicholas Carr vergleicht diese Entwicklung mit dem Übergang zu einer flächendeckenden Stromversorgung, Ende des 19. Jahrhunderts. Während Strom seit Beginn der industriellen Revolution an der Stelle produziert wurde, an der er gebraucht wurde, förderten Erfindungen von Edison und Co den Ausbau flächendeckender Stromnetze, gespeist von großen Kraftwerken.
Software in der Cloud
Übersetzt in die heutige Zeit bedeutet dies, dass sich Datenspeicher oder Softwareprogramme nicht mehr auf dem eigenen Computer befinden, sondern in der so genannten Cloud, einer weltweit über das Internet verfügbaren IT Infrastruktur.

Eine Software, die in der Cloud angeboten wird, basiert auf einer Multi Tenant Architektur, das heißt allen Kunden steht unabhängig voneinander die gleiche Infrastruktur zur Verfügung. Internetzugang und Browser sind die einzigen Systemvoraussetzungen.

Aktzeptanz von Cloud Computing
Laut einer aktuellen Studie des US-Marktforschungsunternehmens Forrester Research setzen bereits ein Fünftel der Unternehmen Lösungen aus der Cloud ein oder haben entsprechende Projekte pilotiert. Zu vergleichbaren Ergebnissen kommen die Marktforscher von Gartner, denn in Zeiten knapper IT-Budgets steigt das Interesse an neuen, überschaubaren Nutzungsmodellen für Softwareapplikationen.